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![]() Modell der Festung im Wentzingerhaus ![]() Der neue Stadtteil Vauban |
Im Zuge des Holländischen Krieges besetzten am 16. November 1677 französische Truppen die Stadt. Nach Ende des Krieges 1679 blieb
Freiburg in französischem Besitz. Im Juni dieses Jahres besichtigte der Festungs-baumeister Sébastien le Prestre de Vauban (1633 bis 1707) die Stadt und erhielt
im Oktober des Jahres den Auftrag, eine moderne Festung zu errichten. Es enstand ausgehend vom Schlossberg eine gigantische Anlage, die das Stadtbild
gründlich veränderte und für die sogar die Dreisam umgeleitet wurde. Ein Modell der Festung kann im Museum für Stadtgeschichte im Wentzinger-haus besichtigt werden.
Im Jahr 1697 fiel die Stadt an Österreich zurück, wurde jedoch im Jahr 1744 im Bayerisch-Pfälzischen Erbfolgekrieg erneut von französischen Truppen besetzt. Diese begannen umgehend mit der Schleifung der Festungsanlagen. Nach dem Abzug der Franzosen im April 1745 war von der Festung fast nichts mehr übrig. Heute lassen Straßennamen wie Wall- und Rempartstraße oder die Hügel von Mensa, Stadttheater und Colombi-Schlössle (Hügel mit Festungsschutt) das Ausmaß und den Verlauf der Anlage um die Stadt nur noch erahnen. Das Kuratorium Freiburger Schlossberg e.V. bemüht sich, die vorhandenen Spuren auf dem Schlossberg zu sichern. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lag Freiburg in der französischen Besatzungszone. Die französischen Streitkräfte übernahmen die 1936 gebaute "Albert-Schlageter-Kaserne" an der Straße nach Merzhausen und benannten sie um in "Quartier Vauban". Hier waren bis zu 10.000 Soldaten stationiert. Nach dem Fall der Berliner Mauer beschlossen die Forces Françaises en Allemagne (FFA), die Kaserne aufzugeben. Der Abzug erfolgte im August 1992. Die Stadt Freiburg sicherte sich das Gelände für eine so genannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, aus der schließlich der neue Stadtteil Vauban hervorging. Vier der alten Kasernengebäude wurden von der Selbstorganisierten Unabhängigen Siedlungsinitiative SUSI zu preiswertem Wohnraum umgebaut, acht Gebäude gingen an das Studentenwerk für Studentenwohnungen. Um die Verwendung von drei bis vor kurzem als Asylbewerber-Unterkunft genutzten Gebäuden wird noch gestritten. Der Rest des Geländes wurde und wird als "Modellstadtteil" neu bebaut. Nach Abschluss aller Arbeiten im Jahr 2006 sollen "im Vauban" rund 5.000 Menschen wohnen. Weiterführende Links > Museum für Stadtgeschichte > Quartiersarbeit Vauban > Quartier Vauban - Website der Stadt > vauban.de Quellen Verschiedene |
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