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Bächle in der Schustergasse
 
  Die kleinen offenen Wasserkanäle, die die Altstadt durchziehen, dienten im Mittelalter als Viehtränke, als Löschwasserzufuhr und zur Abfallbeseitigung. Heute steht das gestalterische Element der Bächle für das Stadtbild im Vordergrund. Dennoch haben sie nach wie vor ihre Funktion bei der Oberflächenentwässerung und sorgen in den Sommermonaten für eine Verbesserung des Kleinklimas in der Altstadt.
 
Das etwas mehr als neun Kilometer lange Bächlesystem nutzt das natürliche Gefälle der Altstadt von Ost nach West. Das Wasser - insgesamt rund 250 Liter pro Minute - wird aus dem Gewerbekanal abgezweigt und an verschiedenen Stellen wieder in diesen zurückgeleitet. Im Zuge der Umwandlung der Innenstadt in eine Fussgängerzone wurden viele mit der Zeit zugedeckte oder verschwundene Bächle rekonstruiert. Heute verlaufen rund zwei Drittel der Bächle wieder offen. Auch auf dem neuen Messegelände im Westen der Stadt gibt es ein "Messe-Bächle".
 
Wer übrigens - wie zum Beispiel Bundeskanzler Schröder bei den deutsch-französischen Konsultationen 2001 - aus Versehen in ein Bächle tritt, wird zwingend eine/n Freiburger/in heiraten. Behauptet der Volksmund.
 
Quellen
verschiedene
 
 
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